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Taj Mahal Trio

Taj Mahal: Traditionell verwurzelter Exot
Nein, keine Dia-Show über das indische Taj Mahal - eines der bekanntesten Gebäude der Welt, das der indische Großmogul einst seiner Gemahlin widmete - steht am Sonntag, den 13. August, auf dem Programm der Centralstation, sondern das Konzert des gleichnamigen großen Blues-Musikers Taj Mahal.
Mit viel Tradition und ebenso viel Experimentierfreude bewahrt er seit vielen Jahren den Blues vor der Bedeutungslosigkeit. Denn trotz seines massiven Einflusses auf so ziemlich alle bedeutenden populären Musikstile ist der Blues als eigenständiges Genre nur noch eine Nischenmusik. In seiner langen Geschichte hat er jedoch eine stattliche Reihe innovativer Köpfe hervorgebracht: John Lee Hooker, Keb' Mo', B.B. King, Stevie Ray Vaughan - und eben Taj Mahal.
'In erster Linie bin ich Afrikaner, in zweiter ein schwarzer Jamaikaner, erst in dritter ein schwarzer Amerikaner', definiert Taj Mahal seine kulturelle Identität. Zur Welt kommt er am 17. Mai 1942 in Harlem/New York. Und zwar als Henry Saint Clair Fredericks. Diesen Namen legt er 1961 ab, da er findet, ihm hafte noch der Mief der Sklaverei an, aber auch, weil Indien gerade schick ist in Musikerkreisen.
1967 debütiert Taj Mahal als Solokünstler auf der akustischen Gitarre. Zwei Jahre später tritt er beim Woodstock-Festival auf und legt damit den Grundstein für eine jahrzehntelange Karriere. Seitdem ist sein Wirken aus der Musikhistorie nicht mehr wegzudenken. Das belegen die zahlreichen Kooperationen mit Künstlern wie Eric Clapton, George Harrison, The Who, B.B. King, Miles Davis, John Lee Hooker, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Bonnie Raitt, Sheryl Crow, The Neville Brothers, The Rolling Stones und Bob Marley, die ihm allesamt massiven Einfluss auf die Musik des 20. Jahrhunderts attestieren.
Ab den 1970ern beginnt Taj Mahal nicht nur mit Jazz, Calypso, Reggae, Salsa, Rock'n'Roll, Zydeco, Rock, Pop, Soul und R'n'B zu experimentieren. Er holt sich überdies mal eine Big Band ins Studio, mal vier Tubaspieler - je nach Lust und Laune - was ihm bald den Ruf eines traditionell verwurzelten Exoten einbringt. Außerdem begibt sich der Sohn eines jamaikanischen Jazzmusikers und einer Gospelsängerin aus South Carolina auf der Suche nach seinen musikalischen Wurzeln immer wieder nach Afrika und arbeitet mit dort lebenden Musikern wie dem malinesischen Kora-Virtuosen Toumani Diabaté zusammen. Zuletzt spielte Taj Mahal mit dem Culture Music Club of Zanzibar das Album 'Mkutano' ein.
In der Centralstation ist er in Trio-Formation mit Kester Smith (Schlagzeug) und Bill Rich (Elektronische Gitarre) zu hören. (RED)

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Sonntag, 13. August 2006
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr

Halle unbestuhlt

Tickets ab 22,00 €
Kategorie VVK AK
Preiskategorie 1 22,00 € 26,00 €

Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.

Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation - Im Carree - 64283 Darmstadt

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