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Pere Ubu: Why I Hate Women

Pere Ubu: Bindeglied zwischen Velvet Underground und Punk
'Punk war für Pere Ubu immer nur ein Rahmen, innerhalb dessen alles möglich war', schreibt die taz anlässlich eines Konzerts der Postpunk-Heroen im September vergangenen Jahres im Berliner Quasimodo. 'Als Regelwerk wurde er vor allem vom Kopf der Band, dem schon immer überaus charismatischen David Thomas, abgelehnt.' Punk fand in den Großstädten statt, in London und New York. [...] Mit Postpunk schlug jedoch die Provinz zurück, vor allem in den USA. Nun ging es nicht mehr um Zerstörung, sondern darum, sich etwas Eigenes aufzubauen. Pere Ubu kamen aus Cleveland, Ohio, ihre ersten beiden Platten 'The Modern Dance' und 'Dub Housing', die Ende der Siebziger erschienen, sind Postpunk-Klassiker bis heute und das genaue Gegenteil von Punk-Primitivismus. Denn Pere Ubu standen von Anfang an für Intellektualisierung und Kunstschulen-Background. Der Bandname wurde einem Stück von Alfred Jarry entlehnt, und in den grotesk verqueren Texten bezog man sich schon mal auf Baudelaire oder Sylvia Plath.
Nun gibt's Neues von David Thomas und Pere Ubu, die gern auch als fehlendes Bindeglied zwischen Velvet Underground und Punk bezeichnet werden. Keinen Deut weicht Thomas dabei auf der CD 'Why I Hate Women' von den Maximen der Anfangstage ab. Die Musik bleibt zerrissen, patchworkartig greifen die Instrumente ineinander, ohne jedoch den Eindruck zu erwecken, es handele sich um freie Improvisation. Jeder Part steht für sich und wird vom Hörer im Tetris-Stil mit den anderen zusammengesetzt. Fester Bestandteil ist nach wie vor der EML Synthesizer, seit den Anfangstagen von Pere Ubu wichtiger Klanggeber. 'David Thomas gelingt es immer wieder, aus den Ruinen von Punk, Noise und Musique concréte eine theatralische Klangkunst zu schaffen, die sich den Mechanismen des Pop verweigert und damit selber zu einem wichtigen Mechanismus des Pop wird,' so der Musikexpress. Am 11. Oktober sind Pere Ubu in der Centralstation zu Gast und präsentieren ihr laut Booklet 'irony-free recording', ihre von Ironie freien Aufnahmen live. Mache sich ein jeder seinen Reim darauf - es lohnt sich! (RED)

Besetzung: David Thomas (vocals), Keith Moliné (guitar), Robert Wheeler (EML synthesizer, theremin, keyboards), Michele Temple (bass), Steve Mehlman (drums)

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Mittwoch, 11. Oktober 2006
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr

Halle unbestuhlt

Tickets ab 16,00 €
Kategorie VVK AK
Preiskategorie 1 16,00 € 20,00 €

Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.

Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation - Im Carree - 64283 Darmstadt

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