Willy DeVille Acoustic Trio
Willy DeVille Acoustic Trio: Soul des Südens
Als er das letzte Mal in der Centralstation zu Gast war, gab er sich ganz als zickige Diva: Mit einem der Tontechniker führte er einen rauen Disput auf der Bühne, eine Rose, die ihm ein weiblicher Fan aus dem Publikum reichte, wurde umgehend zerknickt und eine Zugabe - vollends unmöglich. Das Programm war beendet und Willy DeVille verschwand. Aber was war das für ein großartiges Konzert! Da verzeiht man solch kleine Unartigkeiten gerne. Willy DeVille ist eben ein ganz Großer, auch wenn er seit einiger Zeit mit kleiner Besetzung tourt, um in ganz zurückgenommener Atmosphäre der Rockgeschichte zu huldigen. Doch zurück zu seinen Anfängen.
'Es gab eine Zeit, da ließ sich der gebürtige New Yorker Mink DeVille nennen und lärmte mit seiner gleichnamigen Band zeitlos ruppigen Rock'n'Roll. Das war in den Tagen des Punk, kaum einer wollte damals etwas anderes hören. So fiel es auch nicht weiter auf, dass DeVille ganz allein singen kann wie Mick Jagger, Van Morrison und Lou Reed es allenfalls zusammen könnten - mit diesen Kollegen ist er oft verglichen worden', resümiert Andreas Obst in der F.A.Z. Seit Mitte der 1980er ist William Borsay, so sein eigentlicher Name, als Willy DeVille auf den Bühnen dieser Welt unterwegs, mittlerweile mit weit mehr als einem Dutzend Alben im Gepäck. 'Man erkennt Willy DeVille durch sein ganzes Werk. Es ist gleichsam immer südlicher geworden. Jahrelang hat er im alten French Quarter von New Orleans gelebt, auch sein Erscheinungsbild mit Röhrenhosen, weitem weißen Hemd und schmalem Bärtchen immer mehr dem über die Jahrzehnte als Ikone bewahrten Image des mürben Südstaaten-Gentleman angenähert - aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, den letzten großen Tagen im alten Süden. Insofern ist DeVilles Musik über die Jahre immer mehr à la New Orleans geworden: Ein Kompendium all dessen, was im Süden klingt. Rock und Cajun, Salsa und Samba, Gospel und vor allem viel Soul', so Andreas Obst weiter.
Es verspricht wieder ein großartiger Abend zu werden, wenn Willy und seine zwei musikalischen Mitstreiter den Soul des Südens und den traditionellen Rhythm'n'Blues in die Centralstation bringen. (RED)
Besetzung: Willy DeVille (vocal, electric & acoustic guitar), Seth Farber (piano), Dave Keyes (bass)
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Montag, 06. November 2006
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation - Im Carree - 64283 Darmstadt
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