Dichterschlacht vs. theaterquarantäne: Lebende gegen tote Dichter
Dichterschlacht vs. theaterquarantäne: Wer ist der beste Performancepoet aller Zeiten?
Jeweils vier tote Dichter - verkörpert von Schauspielern des Ensembles theaterquarantäne - treten an gegen vier lebende Poeten aus dem Umfeld des größten deutschen Poetry Slams, der Darmstädter Dichterschlacht, um endlich die Frage zu klären: Wer ist der beste Performancepoet aller Zeiten?
Ist es einer der antretenden Poetry Slammer - oder doch eines der dargestellten Mitglieder aus dem Club der toten Dichter? Die Regeln entsprechen denen einer klassischen Darmstädter Dichterschlacht: Für seinen Vortrag/seine Performance hat jeder Kombattant genau so lange Zeit, bis er ein Bier auf die Bühne gebracht bekommt - sprich: sieben Minuten (eine Zapflänge). Über Sieg oder Niederlage entscheidet das Publikum durch Abstimmung. Premiere feiert diese äußerst unterhaltsame, neue Form des Wettstreits der Worte am Donnerstag, den 14. Dezember, in der Halle der Centralstation.
Dabei wird die theaterquarantäne ihrer Linie treu bleiben: Auch bei diesem Projekt geht es um die Aktualisierung alter Stoffe mit jungen Schauspielern. Die Off-Theaterszenegruppe um Regisseur Hanno Hener feierte bereits große Erfolge mit der Neuinszenierung des 'Datterich 05' im vergangenen Sommer. Aktuell hat sich Darmstadts junges Theater erneut einem Klassiker, diesmal einem aus der griechischen Mythologie, zugewandt: Homers legendärer Odyssee. 'Odyssee 06' (in einer Bearbeitung von Hanno Hener und Jonas Zipf) führte die theaterquarantäne in einer alten Darmstädter Fabrikhalle auf - gewohnt körperlich und direkt, live begleitet von der Jazzband Beyond the Blue.
Auch der Verein Dichterschlacht kann auf eine junge und erfolgreiche Geschichte zurückblicken: Seit dem 14. Oktober 2001 hat die Literaturstadt Darmstadt - ansonsten eher für Hochkultur wie den Georg-Büchner-Preis bekannt - ein für sie bis dato ungewöhnliches neues Glanzlicht: Damals veranstalteten Oliver Gaußmann, Alex Dreppec und ihr Team die erste Darmstädter Dichterschlacht. Seitdem wird 'die Centralstation dreimal im Jahr von fast tausend Besuchern förmlich in einen Hexenkessel verwandelt' (Darmstädter Echo). Im Rennen um den größten Poetry-Slam Europas - wenn es ein solches Rennen denn gäbe - hätte man den ersten Platz sicher. Sechzehn Veranstaltungen, bei denen die Slammer stets enthusiastisch gefeiert wurden, fanden bisher in der Centralstation statt. Kurzum: 'Die Darmstädter Dichterschlacht hat in der Szene Kultstatus' (Frankfurter Rundschau).
So wie hoffentlich bald auch die etwas andere Variante: Dichterschlacht vs. theaterquarantäne. (RED)
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Donnerstag, 14. Dezember 2006
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation in Kooperation mit Dichterschlacht e. V. und Theaterquarantäne.
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