Voriges Event Sugarplum Fairy am 27.03.2007
Voriges Event Hans Liberg: Die Neunte am 30.03.2007

Rabih Abou-Khalil Quartet feat. Gevorg Dabaghyan:

Rabih Abou Khalil: Melodien, die sich ins GemĂĽt schleichen
Mit über 500.000 verkauften CDs gehört Rabih Abou-Kahlil zu den erfolgreichsten Künstlern auf dem deutschen Jazzmarkt. Allein im Jahr 1999 verlieh ihm die Deutsche Phono-Akademie fünf Jazz-Awards. Musikalischer Hintergrund dieses Erfolgs ist seine Interpretation von globalem Jazz: Sie speist sich aus arabischen Wurzeln und involviert europäische Klassik ebenso wie amerikanischen Jazz. Rabih Abou-Khalil wuchs während der 1960er und -70er Jahre im politisch brisanten Klima Beiruts auf. 1975 begann er an der dortigen Kunstakademie arabische und westliche Musik zu studieren. 1978 flüchtete er jedoch vor dem Bürgerkrieg nach München, um sich verstärkt der Querflöte zu widmen. Sein Hauptinstrument blieb jedoch der Oud, eine Kurzhalslaute, dessen Spiel in der arabischen Welt ungefähr so populär ist, wie bei uns die Gitarre oder das Klavier. - Seine jüngsten Alben 'Cactus of Knowledge' oder 'Morton's Foot', die er beide in der Centralstation präsentierte, sowie seine Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern und dem BBC Concert Orchestra waren durch furios intensive, mitunter rasante Stücke geprägt. Auf seinem neuesten Album 'Songs for Sad Women' (VÖ März 2007) vollzieht der Wahl-Münchner eine Wende ins Melancholische. Die Stücke besitzen eine elegische Weite und werden geprägt und getragen vom wundersamen Klang des Duduks, gespielt vom armenischen Meister Gevorg Dabaghyan. Das Duduk, die armenische Oboe, vergleichbar mit der indischen Shenai, ist das melancholischste Instrument, das man sich vorstellen kann. Gevorg Dabaghyan lehrt dieses traditionelle Instrument an der Musikhochschule in Eriwan und hat sich durch seine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Cellisten Yo-Yo Ma sowie dem Silk Road Project einen Namen gemacht. Die anderen beiden Musiker in Abou-Khalils Quartett sind langjährige musikalische Partner: der französische Tubist Michel Godard und der amerikanische Perkussionist Jarrod Cagwin.
Die Melodien aus 'Songs for Sad Women' verbreiten Ruhe, sind voller Gefühl und Sanftheit; im Englischen würde man sie 'haunting' nennen - sie schleichen sich unversehens ins Gemüt. Es ist eine 'weibliche' Musik, die gemächlich fließend und strömend, auf kein Ziel gerichtet, die ganze Welt zu umfassen scheint. (RED)

Dieses Event ist leider vorbei. Hier finden Sie unser aktuelles Programm

Donnerstag, 29. März 2007
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

Saal bestuhlt

Tickets ab 22,00 €
Kategorie VVK AK
Kategorie A 28,00 € 33,00 €
Kategorie B 25,00 € 30,00 €
Kategorie C 22,00 € 27,00 €

Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.

Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt

Ähnliche Veranstaltungen

Nichts mehr verpassen: Jetzt den Centralstation-Newsletter abonnieren!