Götz Widmann: habt euch lieb - tour 07
Götz Widmann: Wieder solo
Er ist ein Extrem-Liedermacher. Ein Liedermacher 'ohne politische Überfrachtung wie die aus den siebziger Jahren'. Ein Freigeist, der 'gerne mal einen raucht - aber nicht jeden Tag, nur jeden zweiten'. Vor allem aber ist Götz Widmann ein Geschichtenerzähler, ein alberner, satirischer, bösartiger, gelassener, charmanter, lustiger. Manchmal auch ein ernster, nachdenklicher, sozialkritischer oder anarchischer. Seine Auftritte sind stets rauschende Feste der Spontaneität und der Spielfreude. Auf seinen schier endlosen Deutschland-Tourneen hat Götz Widmann auch schon mehrmals das Publikum im ausverkauften Darmstädter Schlosskeller begeistert. Um sein neues, erstmals mit einer kompletten Band aufgenommenes Album 'habt euch lieb' vorzustellen, kommt er am Freitag, den 22. Juni, in die Centralstation. Dann - in bester Singer/Songwriter-Manier - wieder solo, nur in Begleitung seiner Akustikgitarre und seiner Mundharmonika.
'Unpathetisch, aber liebevoll kreisend um sich und die Welt erzählt Götz Widmann, ehemals Hälfte von ½Joint Venture', von Liebe, Rausch, Rock'n'Roll, dem Kosmos, der Zivilisation und seinem ungewöhnlichen Leben als Götz Widmann, gefeierter Sänger, in dem immer noch viel zu viel Mensch steckt, um das alles einfach so hinnehmen zu können. Ein Künstler voller Konflikte und Widersprüche, lebensfroh, zynisch, manchmal auch einfach nur traurig, schreibt er eine sehr diesseitige Poesie des alltäglichen Wahnsinns', so die tageszeitung (taz).
Begonnen hat die Karriere des bekennenden Bob Dylan- und Rio Reiser-Fans 1993 - als Teil eines Duos. 'Joint Venture' tauften Martin 'Kleinti' Simon und Götz Widmann ihre kleine Kapelle - und sie sahen sich als gemäßigte Punks der Neuzeit: Mundharmonika statt Powerchords, Dope statt Dosenbier. Spätestens mit dem Album 'Extremliedermaching' (1999) gilt das Duo - gerade in der alternativen Szene - als stilbildend für die neue deutsche Liedermacherszene (in der Tradition eines Konstantin Wecker oder eines Hans Söllner). An diesem Höhepunkt der Karriere, am 5. Juni 2000, erleidet Martin Simon völlig unerwartet einen tödlichen Herzinfarkt.
Für Widmann ist klar: 'Ein neuer Partner ist für mich undenkbar.' Schließlich entschließt er sich solo weiterzumachen, er bringt sich selbst das Mundharmonikaspielen bei und veröffentlicht 2001 sein selbstbetiteltes Solodebüt. Sein eigenes Denkmal setzt sich der Liedermacher 2004 mit der Live-CD 'Drogen'. Das Album wird - ganz ohne Radio-Airplay oder sonstige Medienpräsenz - zum Dauerbrenner an Lagerfeuern und in Studenten-WGs der ganzen Republik. (TE)
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Freitag, 22. Juni 2007
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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