Calexico
Calexico: Erwarte das Unerwartete
Fans von Calexico sind das schon gewohnt. Expect the unexpected. Jedes Album der Band aus Tucson, Arizona, ging einen anderen Weg, versuchte musikalisch wie auch thematisch eine neue Tür aufzumachen. Von der Lo-Fi-Verspieltheit des Debüts 'Spoke' zum staubtrockenen Wüstendrama 'The Black Light' (1998), von der Mariachi-Madness auf der Durchbruchsplatte von 2000, 'Hot Rail', bis hin zum poppig-jazzig-elektronischen Erfolgsalbum 'Feast Of Wire' (2003). Immer versuchte die Band um Mastermind und Sänger Joey Burns sowie Schlagzeuger John Convertino in Bewegung zu bleiben. Wobei 'Feast of Wire' das Album wurde, mit dem sich für Calexico der Schleier der Obskurität endgültig lüftete. Charterfolge in 14 verschiedenen europäischen Ländern, ausverkaufte Tourneen und endlich auch der große Schritt nach vorn in den USA und Kanada, der so lange hatte auf sich warten lassen. Mit ihrem aktuellen Album 'Garden Ruin' - erstmals von einem Produzenten, J. D. Foster, aufgenommen - stellt Calexico die Fans vor eine neuerliche Herausforderung. So geht ihr aktueller Sound über ein Gemisch aus Surfgitarre, Wüstengeflirre und mexikanischem Mariachi-Sentiment hinaus. Er ist viel klarer, gegenwärtiger - und 'mehr song- als landschaftsorientiert' (Tagesspiegel vom 6. Mai 2006) als frühere Aufnahmen.
Im beschaulichen Bisbee, einer Kleinstadt in der Umgebung von Tuscon/Arizona, wurden elf entrückt schöne Songs eingespielt. Einflüsse waren auch gemeinsame Tourneen mit den Bands Wilco und Iron & Wine sowie das Ausprobieren anderer Instrumente als bisher: 'Wenn ich nach Tourneen zu Hause saß, spielte ich oft eine Gitarre mit Stahl- statt Nylonsaiten. Der Unterschied im Klang führte mich unwillkürlich auf andere Wege, zu Dur-Tonarten und Vierviertel-Takten', erklärt Joey Burns. Statt Trompeten oder scheppernder E-Gitarren treten auf 'Garden Ruin' mehr als auf früheren Calexico-Aufnahmen Burns' Gesang sowie wohlgesetzte Hintergrundchöre hervor. Dabei korrespondieren klangliche Leichtigkeit und lyrische Tiefe.
Während Burns and Convertino nach wie vor der stolze Herzschlag Calexicos sind, war an den Aufnahmen zu 'Garden Ruin' auch die multinationale Touringband - Trompeter Jacob Valenzuela aus Tucson, der Berliner Martin Wenk (Trompete/Gitarre), der Münchner Volker Zander (Bass) sowie der Nashviller Pedalsteel-Gitarrist Paul Niehaus (Ex-Lambchop) - von Anfang an in den Prozess mit eingebunden. 'Die Aufstellung der Band hat sich noch mehr vom erweiterten Duo hin zum Interkontinental-Sextett verschoben, als das Calexico schon seit Jahren live in Erscheinung treten', so der musikexpress (04/2006). Am Mittwoch, den 11. Juli, in der Reihe 'Sommerperlen' live zu erleben in der Centralstation. (TE)
Pressestimmen:
Das Programm pendelt von ruhigen Balladen zu schwungvollen Songs, zwischen 'klassischer' Country-Rock-Ästehtik und folkroristischen Anklängen. Souverän spielt Calexico mit Dynamik, Breaks und wechselnden Sounds. [...] Joey Burns' Gesang changiert zwischen klaren Mitten und einigen eindringlichen Höhen, verliert nie seine Brillanz und lässt allenfalls gegen Ende des Konzerts ein wenig rauchige Rauheit anklingen. (Norbert Krampf in der F.A.Z vom 27. April 2006)
Alle Konzerte der Reihe 'Sommerperlen': Joshua Redman Trio (7. Juli), Sara Tavares (8. Juli), Music Maker (9. Juli), The Roots (10. Juli), Calexico (11. Juli), Tower of Power (12. Juli), Africando (14. Juli) sowie Curtis Stigers & Band (20. Juli).
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Mittwoch, 11. Juli 2007
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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