Holly Cole
Holly Cole: Jazz ohne Staub
'Als ich zuerst Jazz hörte,' erinnert sich Holly Cole, 'hörte ich eine Musik, die harmonisch die reiche Komplexität und das hohe handwerkliche Niveau von klassischer Musik hatte. Aber Jazz hatte noch zusätzliche Qualitäten, die klassische Musik nicht aufzuweisen hatte. Improvisation, und vor allen Dingen war Jazz ungezogen, er kam von der dunklen Seite des Lebens. Mit sechzehn fand ich das unwiderstehlich. [...] Ich tauchte in diese Musik total ein.'
Holly Cole wurde 1963 im kanadischen Halifax geboren. Beide Eltern waren klassische Musiker, so dass Musik in der Familie eine große Bedeutung hatte. Mit sechzehn besuchte sie für einige Wochen ihren Bruder in Boston, der dort am renommierten Berklee College of Music studierte - und wurde mit dem Jazzvirus infiziert. Einige Jahre später gründete sie in Toronto ihr eigenes Trio mit dem Bassisten David Piltch und dem Pianisten Aaron Davis, mit dem sie sich innerhalb kurzer Zeit in der Jazzwelt einen Namen erspielte, gleichwohl sie ihre Zuneigung zu anderen Genres wie Pop oder Country nie verleugnete - und damit immer wieder für die ein oder andere musikalische Überraschung gut war. Ihr jüngstes Album, das Anfang 2007 erschien, trägt schlicht den Titel 'Holly Cole'. 'Die Idee war einfach, Holly in eine neue Arena zu schubsen und sie herauszufordern', so Produzent und Pianist Greg Cohen, der als Arrangeur unter anderem für David Byrne, David Sanborn und Tom Waits gearbeitet hat. 'Holly ist eine der größten Sängerinnen, die wir heute haben. Wenn sie singt, liefert sie eine Interpretation von großer Aufrichtigkeit und sie gibt einem das Gefühl, als habe sie den Song selbst geschrieben. Von ihrer Intonation und Phrasierung her, ihrem Sinn für Dynamik, der genauen Ausgestaltung jeder Zeile und ihrem Sinn für Überraschungen, hat ihr Gesang all das, was wir gemeinhin auch mit den großen Solisten und Instrumentalisten des Jazz verbinden.' Entstanden ist ein lebendiges und vielseitiges Werk, das auf altbewährte und weniger bekannte Songs der 1920er bis 1960er Jahre unter anderem von Cole Porter, Irving Berlin oder Antonio Carlos Jobim setzt - innovativ interpretiert und entstaubt. Zu hören am Dienstag, den 13. November, in der Centralstation. (RED)
Besetzung: Holly Cole (vocals), Aaron Davis (piano), John Johnson (bass clarinet, alto saxophone), Perry White (tenor saxophone), Sören Fischer (trombone), Marc Rogers (bass), Daniel Barnes (drums, percussion)
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Dienstag, 13. November 2007
Beginn: 20:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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