Jan Garbarek Group
Jan Garbarek: Unverkennbarer Ton
Vierzig Jahre hat der Norweger Jan Garbarek an seinem unverkennbaren Ton am Saxofon gearbeitet, hat ihn geschärft, wie ein japanischer Schmied in hingebungsvoller Intensität das Samuraischwert zum Unikat werden lässt. Ein langer Konzentrations-, Eliminierungs- und Verdichtungsprozess, bis er jene triumphale Unfraglichkeit erreicht hat, die einem ins Gemüt schneidet. Die meditative Suggestivkraft dieses weltweit einzigartigen Saxofonisten, der als Instrumentalist eine Popularität erreicht hat, die sonst nur Vokalisten vorbehalten bleibt, ist das Ergebnis seines Bemühens, das Schwierige einfach erscheinen zu lassen. Zu verstehen ist der Triumph des Einfachen allerdings nur, wenn man den Weg dorthin bedenkt. Der Hinter- und Untergrund seines hymnischen Pathos ist der Jazz der 1960er Jahre mit seinen wilden und freien Improvisationen sowie die Volks- und Kunstmusik zahlloser Kulturen, wobei er die 'exotischste' Variante in der Folklore seiner Heimat Norwegen fand. Garbareks musikalische Quellen sind so vielfältig wie seine Kollaborationen, wobei besonders die mit Keith Jarrett oder das 'Officium'-Projekt zusammen mit dem britischen Hilliard Ensemble als legendär bezeichnet werden können.
In Garbareks Saxofonton ist seine Persönlichkeit so konzentriert, dass sie sich, wie sonst nur bei ganz wenigen anderen Musikern, beim ersten Ton offenbart, einzigartig und unvergesslich. Für alle, die diesen Ruf je gehört haben, ein bleibendes Erlebnis. In den weiten Klangräumen, die dieser Ton und mit ihm die unvergleichlich eindringlich gezogenen Melodielinien schaffen, gewinnt Garbareks Musik einen schmerzlichen Glanz: Intensität statt Sentimentalität, eine sinnliche Sensation, die sprachlos macht. Auf Einladung der Centralstation ist die Jan Garbarek Group - bestehend aus Jan Garbarek (Sax), Rainer Brüninghaus (Piano/Keys), Manu Katché (Drums) und Yuri Daniel (Bass) - am Dienstag, den 27. Mai, im Kongresssaal des darmstadtiums zu Gast. (RED)
Hinweis: Der französische Perkussionist afrikanischer Abstammung Manu Katché, seit 1989 festes Mitglied in der Jan Gabarek Group, ist am Donnerstag, den 24. Juli, abermals in Darmstadt zu Gast. Im Rahmen der Reihe 'Sommerperlen' stellt er sein aktuelles Album 'Playground' in der Centralstation vor. Das Vorgänger-Album 'Neighbourhood' (2005) erhielt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und wurde vom französischen 'Jazz Magazine' zur Platte des Jahres gekürt.
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Dienstag, 27. Mai 2008
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation - Im Carree - 64283 Darmstadt
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