Stoppok mit Band: Die Sensationsstrom-Tour 2008
Stoppok mit Band: Hinein in die Urzelle des Rock'n'Roll
Manche gehen ins Kloster, um zum Persönlichkeitskern vorzustoßen. Bei Stefan Stoppok, dem fingerflinken Gitarristen mit der frechen Lippe, waren es wohl eher die Erfahrungen seiner musikalischen Solo-Ausflüge, die bei ihm den Erkenntnisschalter umlegten und ihn Stück für Stück näher an künstlerische Freiheiten ohne Netz und doppelten Boden brachten. Und ihn gleichzeitig entfernten von den Korsettstangen einer 'normalen' Rock-Band, die 'nicht wirklich reagieren konnte' auf seine spontanen Launen auf der Bühne. Heute schätzt der 52-Jährige 'Energie, die sich laut aber auch leise vermittelt, parteilos und unabhängig'. Eine Erkenntnis, die er auch in famosen Duo-Konzerten mit Langzeit-Partner und Bassist Reggie Worthy (unter anderem im vergangenen Dezember in der Centralstation) ebenso ausloten konnte wie bei den herrlichen 'Artgenossen'-Abenteuern, wo sich Speed-Folk, Post-Polka und Kammer-Rock als reizende Großfamilie umarmten.
Stoppoks neues Album 'Sensationsstrom' (VÖ: 29. Februar 2008) ist die musikalische Bilderschau dieser Erfahrungen. Es pendelt vom Folk-gestützten 'Solo'-Album eines sattelfesten Gitarristen und der zuletzt veröffentlichten Ruhrpott-Rückschau (wieder) mitten hinein in die Urzelle des Rock'n'Roll. Die minimale Besetzung ist dabei die Ausgangsbasis fürs gemeinsame Musizieren mit allen Freiräumen. Ähnlich wie beim australischen John Butler Trio ist Stoppok mit Band eine Begegnung mit Rock der dritten Art. Mit Mitspielern, die abheben: der schon erwähnte Parade-Bassist Reggie Worthy, der verblüffenden Neuentdeckung am Schlagzeug, Benny Greb, sowie Mittexter und Keyboarder Danny Dziuk - ebenfalls nicht erst seit gestern dabei - gelingt es mehr denn je, Stoppoks Qualitäten herauszustellen. Vereint in der lässigen Lust auf Groove, Stromgitarre und Dynamik wurde das Gold früherer Rock-Tradition so spielerisch aufpoliert, dass man selbst bei der Coverversion des 'Fleetwood Mac'-Hits 'Oh Well' staunt über solche Gegenwärtigkeit jenseits angeschmockter Erinnerung. 'Ich hätte diese Platte', räumt ihr Macher ein, 'nicht so entspannt vor vier Jahren machen können.' Stoppok bleibt sich treu und erfindet sich neu. Am Donnerstag, den 24. April, in der Centralstation. (RED)
Pressestimme:
'Stoppok ist einer der letzten deutschsprachigen Musiker, der für sich in Anspruch nehmen darf, weder seine Seele noch seine Texte an die Schallplattenindustrie verkauft zu haben. Er steht in der Tradition von Rio Reiser und hat sich immer wieder von Bernie Conrads und Danny Dziuk die Texte auf den Leib schreiben lassen. Sein Gitarrenklang ist grell und verstörend. Lichterloh brennen die Saiten seiner immer wieder fragenden Akkorde. Verstörend sind seine Texte im Inhalt, exzellent ist er als Gitarrist.' Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Donnerstag, 24. April 2008
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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