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Woven Hand

Woven Hand: Die Muse küsst nicht, sie piesackt
Gut, dass David Eugene Edwards schon zu 16 Horsepower-Zeiten als Woven Hand unfassbar gute Platten veröffentlicht hat. Wer anders könnte sonst die Lücke schließen, die das Ende seiner Hauptband aufgerissen hat?
Auch das neue, mittlerweile vierte Werk 'Ten Stones' (VÖ 9. September) ist wieder aus den roten Fäden gesponnen, die Edwards (mit Woven Hand) zum Weben seines Oeuvres nutzt. Eine unterschwellig drohende musikalische Apokalypse, über der zitternd Edwards einzigartige, fiebrige Stimme thront. Abwechselnd auf die eigene Verderbtheit und die der gesamten Menschheit schimpfend, berichtet er von den Versuchungen des Bösen und fleht um Erlösung. Nichts wird hier leicht genommen, es wird gepredigt und gedrängt. Edwards, der Sohn eines amerikanischen Wanderpredigers, beschwört uns, ihm zuzuhören, wie er seine spirituellen Kämpfe austrägt, vorgetragen im zutiefst weltlichen Idiom des Rock'n'Roll. 'Mit 'Ten Stones' kommt die Band dem Livesound, der seit 2008 auffällig lauter und härter geworden ist, der mehr Rockkonzert denn Messe ist, so nahe wie nie. So fehlen hier auch auffallend die Stücke, die in pechschwarzen Gothic-Country-Folk getauft wurden', beschreibt Sven Niechziol das Album auf Amazon.de.
Das Gros der Songs ist opulent instrumentiert, neben Gitarren, Bässen, Schlagwerk und Gesang kommt auch das Unheil verkündende Trademark-Banjo zum Einsatz sowie Chöre, Klavier, Orgel und Streicher, die jedoch allesamt Edwards genug Raum lassen, die gebotene Aufmerksamkeit für seine Stimme und seine Geschichten einzufordern. Geschaffen wurde eine Ehrfurcht gebietende, irgendwie barocke Kathedrale aus Songs, die beinahe archaisch anmuten. Hier lässt man den lieben Gott keinen guten Mann sein, sondern einen ob der Fehlbarkeit der Menschen zürnenden Richter. Mit welcher Intensität Edwards in seinen Gift-und-Galle-Psalmen deliriert, ist beinahe körperlich spürbar. Die Muse küsst ihn nicht, sie piesackt ihn.
David Eugene Edwards ist auf dem sicheren Weg vom Mensch zum Mythos. Sein Werk ist lyrisch wie musikalisch schon längst eine eigene Abteilung im Musikgeschäft, ein Referenzpunkt für kommende Getriebene. Zu erleben am Dienstag, dem 18. November, in der Centralstation. (RED)


Besetzung: David Eugene Edwards (Vocals, Banjo, Concertina and Guitar), Pascal Humbert (Bass), Ordy Garrison (Drums), Peter van Laerhoven (Guitar)

Pressestimme:
'One critic described the music of Woven Hand as 'Bauhaus meets Billy Graham.' While that description does ring true, I have another one: Woven Hand, the 'solo' music of 16 Horsepower frontman David Eugene Edwards, is like Nick Cave and Johnny Cash in a shootout in Deadwood˜
Treble Magazine, 2006

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Dienstag, 18. November 2008
Beginn: 20:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr

Halle unbestuhlt

Tickets ab 18,00 €
Kategorie VVK AK
Preiskategorie 1 18,00 € 22,00 €

Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.

Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt

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