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Jacques Schwarz-Bart: Abyss

Jacques Schwarz-Bart: Reise zu den mystischen Traditionen des Jazz
Schon 'Soné Ka La', das Debüt-Album des Saxofonisten Jacques Schwarz-Bart, wurde von Kritikern in aller Welt überschwänglich gelobt. Mit 'Abyss' (VÖ Februar 2009) führt der Wahl-New-Yorker Kritiker wie Jazzfans gleichermaßen noch weiter und tiefer ins Herz seiner faszinierend mysteriösen Klangwelt hinein - einer Klangwelt, in der er den Jazz mit der traditionellen Gwoka-Musik seiner Geburtsstätte Guadeloupe vermischt. Beide Musikstile verbindet, dass sie ihre kulturellen Wurzeln in Afrika haben. Jacques Schwarz-Bart verknüpft und verschlingt diese Wurzeln in seiner kraftvollen Musik zu einem einzigen Strang.
Und beide Stile sind auch eng mit der Biografie des 46-jährigen Musikers verbunden: 1962 wird er in Pointe á Pitre als Sohn eines französisch-jüdischen Vaters und einer schwarzen Mutter aus Guadeloupe geboren. Von Kindesbeinen an interessiert er sich für das Saxofon, doch erst mit 24 Jahren beginnt er mit dem Spielen, nachdem er das Tenorsaxofon eines Freundes ausprobiert hat: 'Das war eine Offenbarung! Ich konnte es einfach so spielen und mir wurde klar, dass ich mit meinem Politik-Studium meinen eigentlichen Weg verloren hatte', erinnert sich Schwarz-Bart im Interview mit dem Jazzpodium (02/09). Mit 27 gibt er seinen Beruf als Assistent eines Senators in Paris endgültig auf und stürzt sich in seine musikalische Karriere. Nach dem Abschluss an der Bostoner Berklee School of Music beginnt er, seinen eigenen Stil zu entwickeln - den eines Reisenden in Sachen Rhythmus.
Schwarz-Bart formt einen homogenen Stil aus Jazz und Gwoka, lässt aber auch marokkanische, indische, indonesische und andere Elemente einfließen, die er bei internationalen Gastspielreisen - unter anderem mit John Scofield, Elisabeth Kontomanou, Erykah Badu und Meshell Ndegeocello - kennengelernt hat. 'Die Mystik der Trommeln, die ich noch erlebt habe - und die man überall in Afrika findet - sind in großen Teilen des modernen Jazz verloren gegangen. Basie, Ellington, Satchmo, auch Coltrane und Miles waren noch in dieser erdigen Energie verwurzelt', erklärt Schwarz-Bart die ungewöhnliche Offenheit in seiner Musik. Sein neues Album 'Abyss' setzt diese Reise zu den mystischen Traditionen des Jazz weiter fort. Zu erleben am Freitag, dem 8. Mai, in der Centralstation. (TE)

Besetzung: Jacques Schwarz-Bart (saxophone, flute, vocals), Milan Milanovic (piano, fender rhodes), Reggie Washington (E-bass), Sonny Troupé (percussion), Olivier Juste (percussion)

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Freitag, 08. Mai 2009
Beginn: 20:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr

Saal bestuhlt

Tickets ab 20,00 €
Kategorie VVK AK
Preiskategorie 1 20,00 € 24,50 €

Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.

Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt

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