Voriges Event Mellow Weekend: Rock & Pop only am 20.06.2009
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Musik des 20. Jahrhunderts: 3. Konzert - Jazz und Kunstmusik in Amerika

Jazz und Kunstmusik in Amerika: Auf schmalem Grat
Seit seinen Anfängen lässt sich der Jazz nur schwer einer musikalischen Richtung zuordnen. Für die einen ist er eine Spielform der kommerziellen Unterhaltungsmusik, anderen gilt er als Kunstmusik mit höchsten ästhetischen Ansprüchen. Das dritte Konzert des Staatsorchesters Darmstadt in dieser Spielzeit in der Centralstation widmet sich vier amerikanischen Komponisten, die diesen schmalen Grat bravourös gemeistert und deren Werke längst die Konzertsäle erobert haben.
Der vielleicht prominenteste von ihnen ist Aaron Copland (1900-1990), dessen 'Music for the Theatre' (1925) zu hören ist. Er war der Sohn eines litauischen Einwanderers und brachte es bis zum Oscar-Gewinner (Filmmusik zu 'Die Erbin') und Pulitzer-Preisträger (Ballettmusik 'Appalachian Spring'). Copland gehörte zu den schillerndsten Figuren der US-Musikszene. 1979, auf einer Geburtstagsfeier Coplands, erklärte Leonard Bernstein ihn zu 'meinem ersten Freund in New York, meinem Meister, meinem Vorbild, meinem Weisen, meinem Therapeuten, meinem Berater, meinem älteren Bruder, meinem geliebten Freund'.
Von Walter Piston (1894-1976) erklingt das 'Divertimento für neun Instrumente' von 1946. Piston, Enkel eines Genueser Seefahrers und zunächst Musiker in Tanzkapellen, studierte Musik in Harvard und Paris. Ebenso wie sein Zeitgenosse Louis Gruenberg (1884-1964) pendelte er ebenfalls nicht nur zwischen Jazz und Kunstmusik, sondern auch zwischen der alten und der neuen Welt. Gruenberg, dessen Werk 'The Daniel Jazz' (1925) auf dem Programm steht, studierte in New York, Berlin und Wien, war Schüler Ferruccio Busonis, komponierte zwölf Opern, vier Sinfonien und diverse Solokonzerte - wobei er stets versuchte, jazzige Elemente einzubauen.
George Antheil (1900-1959) nannte sich selbst den 'Bad Boy of Music', so der Titel seiner Autobiografie. Seine 'Jazz Symphony', uraufgefĂĽhrt 1927 in der Carnegie Hall, verband erstmals Elemente des Jazz mit einem groĂźen klassischen Orchester. Oder, wie ein Kritiker schrieb: 'Die ,Jazz Symphony' klingt wie Leroy Anderson, falsch gespielt - nur besser und unwiderstehlich.' (Staatstheater Darmstadt)

Programm
George Antheil: The Jazz Symphony (1923-25/1955)
Aaron Copland: Music for the Theatre (1925)
Louis Gruenberg: The Daniel Jazz op. 21 (1925)
Walter Piston: Divertimento fĂĽr neun Instrumente (1946)

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Montag, 22. Juni 2009
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

Saal bestuhlt

Tickets ab 10,50 €
Kategorie VVK AK
Kategorie A 18,00 € 22,00 €
Kategorie B 13,00 € 16,00 €
Kategorie C 10,50 € 13,00 €

Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.

Verantwortlicher Veranstalter:
Staatstheater Darmstadt- Georg-BĂĽchner-Platz 1- 64283 Darmstadt

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