Georg Kreisler und Barbara Peters
Georg Kreisler und Barbara Peters: Komisch, geistreich und bissig
Er arbeitete mit Charlie Chaplin, Hanns Eisler und Helmut Qualtinger zusammen, ist selbst aber auch ein Meister der tiefsinnigen Unterhaltung. Viele seiner hintergründigen und makabren Lieder wie 'Tauben vergiften im Park', 'Zwei alte Tanten tanzen Tango', 'Der Musikkritiker' oder das 'Kapitalistenlied' sind Klassiker. Georg Kreisler ist der Grandseigneur der in schwarzem Humor getränkten Chansons. Seit 2001 tritt der Musiker, Kabarettist, Komponist, Satiriker und Schriftsteller nicht mehr als Interpret der eigenen Lieder auf. Der 88-Jährige schreibt stattdessen lieber Romane, Kurzgeschichten und Essays - und liest daraus. Am Montag, dem 15. November, stellt der im Juni 2010 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis für sein Lebenswerk Geehrte gemeinsam mit Ehefrau und Schauspielerin Barbara Peters seine aktuellen Veröffentlichungen 'Anfänge' und 'Zufällig in San Francisco' in Form einer szenischen Lesung in der Centralstation vor. Auf der Bühne wird kein Klavier stehen, dafür ist ein Abend der besonderen Art zu erwarten: komisch und nachdenklich, geistreich und bissig - typisch Kreisler eben. Die schauspielerische Umsetzung einiger bekannter Liedertexte rundet das Programm ab. Die Centralstation veranstaltet den Abend in Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt.
In 'Anfänge' (erschienen im Atrium Verlag) fängt Georg Kreisler alles Mögliche an, kommt aber nicht weit. Kurz nach dem Anfang bricht er ab: So beginnt er einen Krimi, eine Biografie, eine Sexualkunde, einen Brief an den Verleger und vieles mehr. 'Aller Anfang ist leicht', sagt er, 'durchhalten ist schwer'. In 'Zufällig in San Francisco' (Verbrecher Verlag) präsentiert Kreisler zusammen mit Barbara Peters zum ersten Mal Gedichte, die er auf keinen Fall vertonen möchte - und erklärt das in Prosa. 'Manche Gedichte schreibt man nicht absichtlich, sie werden einem eingeflüstert, sind also unbeabsichtigte Gedichte.' Die unbeabsichtigten Gedichte von Georg Kreisler haben es in sich. Scheinbar leichthin und beschwingt geschrieben, verweisen sie auf Abgründe und Absonderlichkeiten - und warnen: 'Hüte dich vor Kompromissen! / Das sind keine Leckerbissen. // Meide jede Konzilianz, / denn die nagt an der Substanz.' (TE)
Pressestimme:
Die Kunst, die er verficht, will Erkenntnisse freilegen, die hinter den Tatsachen liegen. Kunst als Kritik an den Verhältnissen, Kunst als Lebensmittel. (Günter Rohleder, Deutschlandfunk)
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Montag, 15. November 2010
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr
Saal bestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH in Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt
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