Erik Truffaz: In Between
Erik Truffaz: Auf der Höhe seiner künstlerischen Schaffenskraft
Erik Truffaz zählt zweifellos zu den umtriebigsten Jazzmusikern der Gegenwart. Seit seinem Blue-Note-Debüt 1997 hat der in der Schweiz geborene Franzose auf mehr als zehn höchst abwechslungsreichen Alben demonstriert, zu welch abenteuerlichen Grenzüberschreitungen er mit seinem Jazztrompetenspiel in der Lage ist. Dass dieser kosmopolitische Jazzer bei seinen Reisen und Tourneen durch die Welt immer wieder ungewöhnliche Begegnungen mit Musikern aus ganz anderen Genres sucht, zeigte sich besonders beeindruckend auf seinem letzten Werk, dem Dreifachalbum 'Rendez-Vous'. Truffaz nahm dafür in Paris mit dem Rapper Sly Johnson artistische Vokalstücke, im indischen Benares mit dem Tabla-Spieler Apurba Mukherjee und der Sängerin Indrani Mukherjee elegische Ragas und in Mexiko mit Murcof elektronische Vexierspiele auf.
Im Gegensatz zu diesem höchst experimentellen Unterfangen ist das neue Album 'In Between' (2010) eher eine Rückbesinnung auf alte Stärken - und das in mehrfacher Hinsicht. Die Aufnahmen entstanden nicht nur mit jenem altbewährten Quartett, mit dem Truffaz auch frühere Meisterwerke einspielte, sie strahlen auch mitunter die stoische Ruhe und Gravität aus, die mit dazu beigetragen haben, dass der Trompeter in der Vergangenheit so oft mit Miles Davis verglichen wurde.
Prägend für das Gesamtwerk von Truffaz sind auch Kollaborationen mit Gastsängerinnen und-sängern, deren Stilrichtungen der 51-Jährige auf seinen jeweiligen Alben ins eigene Klangkonzept integrierte. Auf 'In Between' ist die Schweizerin Sophie Hunger zu hören, eine stilistische Grenzgängerin zwischen Folk, Chanson und Jazz, die zuletzt mit ihrem Album '1983' Furore machte. Sie verleiht dem Truffaz-Album mit ihren beiden superben Beiträgen 'Let Me Go' und der Bob-Dylan-Coverversion 'Dirge' einen zauberhaften Pop-Appeal.
Erik Truffaz, der im vergangenen Jahr seinen 50. Geburtstag feierte, zeigt sich mit dem atmosphärisch dichten 'In Between' auf der Höhe seiner künstlerischen Schaffenskraft. Am Donnerstag, dem 7. April, ist er nach langer Zeit endlich wieder in der Centralstation zu Gast. Begleitet wird er von Christophe Chamber am Bass, Marc Erbetat am Schlagzeug und Benoit Corboz am Keyboard. Den Gesangspart übernimmt die Sängerin und Pianistin Anna Aaron. (RED)
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Donnerstag, 07. April 2011
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr
Saal bestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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