Merck-Sommerperlen: Al Jarreau Sextet
Al Jarreau: Seine Kehle bringt ein ganzes Orchester hervor
'The Voice', 'Human Synthesizer' oder 'The Amazing Acrobat Of Scat', das sind einige der Superlative, die sofort fallen, wenn von ihm die Rede ist: Al Jarreau. Das Time Magazine kürte ihn sogar zum 'Greatest Jazz Singer Alive', sieben Grammys hat er gewonnen, mit unzähligen weiteren Auszeichnungen wurde er bedacht, darunter ein Stern auf dem begehrten 'Walk Of Fame' in Hollywood. Dabei ging es erst sehr spät los mit der Karriere von Alwyn Lopez Jarreau. Am 12. März 1940 wurde er in Milwaukee/Wisconsin geboren - als das fünfte von sechs Kindern eines Adventisten-Pfarrers und einer Kirchenorganistin. Gleichwohl er schon früh seine Leidenschaft für Musik entdeckte, absolvierte er zunächst ein Psychologie-Studium und arbeitete als Rehabilitationshelfer für Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Seine Freizeit widmete er jedoch ganz dem Singen und entwickelte schließlich seinen ganz speziellen Stil: eine Mischung aus Gesang, Scat und Doo-Wop, die ihn später so berühmt machen sollte.
1969 machte er diesem Doppelleben ein Ende und entschied sich endgültig für die Musik. Doch erst 1975 ging's dann richtig los mit seiner Karriere, da war Al Jarreau bereits 35 Jahre alt. Ein Talentscout der Warner Brothers hatte ihn im Vorprogramm von Les McCann gesehen - und bot ihm seinen ersten Plattenvertrag an. Mit einem Schlag weltbekannt wurde er schließlich 1976 mit der Live-Version von Dave Brubecks Klassiker 'Take Five'. Kurze Zeit später schrieb der prominente Jazzkritiker Joachim-Ernst Berendt: 'Jarreau - singend, gurgelnd, mit der Zunge schnalzend, stöhnend, schreiend, flatternd, flüsternd, seufzend, knatternd - verfügt über ein Arsenal stimmlicher Möglichkeiten, das mit dem keines anderen männlichen Sängers vergleichbar ist. [...] Seine Kehle bringt wirklich ein ganzes Orchester hervor: Schlagzeuge und Saxofone, Trompeten und Flöten, Congas und Bässe - aber das alles aus dem Mund eines einzigen Mannes, vom tiefsten Bass zum höchsten Flageolett, als ob dieser Mann über ein Dutzend oder mehr verschiedener männlicher oder weiblicher Stimmen verfüge.' Die Centralstation freut sich, dieses Stimmwunder bei einem von insgesamt nur drei Deutschlandkonzerten dank der Unterstützung von Merck in der Reihe 'Merck-Sommerperlen', am Donnerstag, dem 7. Juli zu präsentieren. (SAM)
Besetzung: Al Jarreau (voc), Joe Turano (key, sax), John Calderon (g), Chris Walker (b), Mark Simmons (dr), Larry Williams (key).
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Donnerstag, 07. Juli 2011
Beginn: 21:00 Uhr
Einlass: 20:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation - Im Carree - 64283 Darmstadt
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