Der Familie Popolski: Get The Polka Started
Der Familie Popolski: Zur Verteidigung des guten Namens
Die Geschichte ist so gemein wie einfach: Um die Jahrhundertwende komponierte ein betagter polnischer Herr, Opa Piotrek Popolski, sage und schreibe 128.000 Popsongs und ließ sie sich von einem dubiosen Gebrauchtwagenhändler abluchsen. Noch heute werden Opa Popolskis Kompositionen auf dem Schwarzmarkt für teures Geld an die Popstars unserer Zeit verkauft - ohne dass die Familie Popolski jemals einen Zloty davon zu Gesicht bekommen hätte. Seit 2008 haben sie deshalb dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit den Kampf angesagt - zunächst traten 13 Familienmitglieder im Spätabendprogramm des WDR in 'Der Popolski Show' den Beweis an, dass die meisten Pop-Hits der vergangenen Dekaden auf einem flotten Polkarhythmus basieren. Später setzten die vier Brüder Pavel, Mirek, Janusz und Danusz ihren Feldzug auf den Bühnen der Republik fort. 'Cherry, Cherry Lady', erfährt das Publikum, ist eigentlich eine liebevolle Hommage an die schöne Kirschenverkäuferin in ihrer Heimatstadt Zabrze. 'Dieter Bohlen hat gestohlen alle Hits aus Polen'. Ja, die Liste der geklauten Hits ist lang.
Und eine weitere bittere Pille muss die Familie Popolski schlucken, denn nicht nur in den Charts, sondern auch im Weltsport sind sie eigentlich ganz weit vorne: Der Lukas, der ist nämlich auch ein Popolski. Jedoch hat eine kaputte Schreibmaschine auf dem Amt dafür gesorgt, dass an dritter Stelle ein 'd' anstelle des 'p' in Lukas' Papiere getippt wurde. Tragisch! Solche und viele andere bizarre Geschichten haben Der Familie Popolski in ihrem aktuellen Bühnenprogramm 'Get The Polka Started' im Gepäck.
Dass die Familienmitglieder tatsächlich gar keine polnischen Wurzeln haben, ja, nicht einmal miteinander verwandt sind, stört dabei niemanden und soll an dieser Stelle nur pro forma erwähnt werden. Die Gruppe um den Komponisten und Musiker Achim Hagemann, alias Pavel Popolski, hat sich mit ihren urkomischen Dialogen und genialen Coversongs nicht nur einen Sendeplatz im WDR ergattert. Ihr Konzept brachte ihnen in den vergangenen Jahren Nominierungen für den Prix Pantheon, den Deutschen Fernsehpreis und zuletzt sogar für den Adolf-Grimme-Preis ein.
Viel zu Lachen und vielleicht sogar ein Gläschen Wodka gibt es am Donnerstag, dem 10. November, in der Centralstation. Na Zdrowie! (RED)
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Donnerstag, 10. November 2011
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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