Laster der Nacht: Stadtansichten
Laster der Nacht: Kino mal ganz anders
Seit nunmehr zwölf Jahren fahren Tobias Rank und Gunthard Stephan mit ihrem knallroten Magirus Deutz durch die Lande, um Cineasten ein Alternativprogramm zum Hollywood-Hochglanz-Kino zu präsentieren. Slapstick-Komödien, Monumentalfilme oder auch Streifen aus der Independent- und Avantgarde-Szene der Stummfilm-Ära zeigen die beiden Leipziger Künstler mit ihrem Open-Air-Wanderkino 'Laster der Nacht'. Die Leinwand wird am ehemaligen Feuerwehrauto befestigt, der Projektor aufgebaut, Klavier und Geige ausgepackt: Film ab für ein Kino-Erlebnis der besonderen Art!
Im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2011 kommt der 'Laster der Nacht' auf Einladung der Centralstation und des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt am Main, für eine Woche nach Darmstadt und bringt auf drei verschiedenen Plätzen in der Innenstadt - auf dem neugestalteten Georg-Büchner-Platz vor dem Staatstheater, auf der Carree-Piazza vor der Centralstation sowie auf der Bastion des Darmstädter Schlosses - sein mobiles Kino zum Einsatz.
Nicht nur, dass der 'Laster der Nacht' Kino vor städtischer Kulisse ermöglicht: Auch die gezeigten Filme setzen sich mit der Wahrnehmung von Stadt auseinander. Fehlen darf da natürlich nicht einer der bekanntesten deutschen Montage-Filme der Stummfilm-Ära 'Berlin. Die Sinfonie der Großstadt' von Walter Ruttmann aus dem Jahr 1927. Ruttmann, der Kunst und Architektur studierte, dokumentiert darin einen Tag in der Metropole Berlin und gibt Einblick in die Lebens- und Arbeitsverhältnisse jener Zeit.
(SAM)
Laster der Nacht - Stationen in Darmstadt:
Sonntag, 19. Juni: Bastion, Schloss
Montag, 20. Juni: Carree-Piazza, Centralstation
Dienstag, 21. Juni: Bastion, Schloss
Mittwoch, 22. Juni: Carree-Piazza, Centralstation
Donnerstag, 23. Juni: Carree-Piazza, Centralstation
Freitag, 24. Juni: Georg-Büchner-Platz, Staatstheater
Samstag, 25. Juni: Georg-Büchner-Platz, Staatstheater
Mittwoch, 22. Juni
Carree-Piazza, Centralstation
The Kid, Stummfilm (54 min.), Charlie Chaplin, USA 1921
Vorfilme: Die Brücke (Jori Ivens, NL 1928, 11 min.), Schachfieber (Wsewolod Pudowkin, UdSSR 1925, 20 min.)
Musikalische Begleitung: Gunthard Stephan, Violine und Tobias Rank, Piano
Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit ab zirka 22.00 h
Eintritt frei!
In seinem ersten abendfüllenden Film erzählt das Allroundgenie Charlie Chaplin (Drehbuch, Produktion, Regie) die Geschichte vom 'Tramp' und seinem Findelkind. Nach anfänglichem Zögern nimmt sich der Vagabund der Waise, die er neben einer Mülltonne findet, an und es entwickelt sich eine liebevolle Vater-Sohn-Beziehung. Doch wie das Schicksal so spielt, treffen nach Jahren die inzwischen zu Ruhm und Wohlstand gekommene Mutter und ihr Kind wieder aufeinander. Die Stunde der Trennung scheint nah...
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Mittwoch, 22. Juni 2011
Beginn: 21:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main
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