Verleihung des Ricarda-Huch-Preises 2011 an Sibylle Lewitscharoff
Ricarda-Huch-Preis 2011: HintergrĂŒndig, erfinderisch, wortgewaltig
Seit 1978 vergibt die Wissenschaftsstadt Darmstadt alle drei Jahre den mit 10.000 Euro dotierten Ricarda-Huch-Preis. In diesem Jahr erhÀlt ihn die Berliner Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff. Die Verleihung findet am Montag, dem 3. Oktober, um 11 Uhr in der Centralstation statt.
In der Entscheidung der Jury heiĂt es: 'Mit Sibylle Lewitscharoff ehrt die Stadt Darmstadt eine bodenstĂ€ndige ErzĂ€hlerin von himmelweitem Horizont, die die Ă€ltesten Themen der Literatur und die modernen Traditionen des Romans zu einer kraftvollen neuen Synthese fĂŒhrt. In Romanen wie 'Pong' (1998), 'Consummatus' (2006), 'Apostoloff' (2009) und in ihrem jĂŒngsten Werk, 'Blumenberg' erweist sich Sibylle Lewitscharoff als eine der hintergrĂŒndigsten, erfinderischsten und wortgewaltigsten Charakterdarsteller der jĂŒngeren deutschen Literatur.'
Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren, lebt in Berlin. FĂŒr 'Pong' erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2007 wurde sie mit dem Preis der LiteraturhĂ€user ausgezeichnet, 2008 mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. 2009 folgte der Preis der Leipziger Buchmesse.
Der Ricarda-Huch-Preis wurde zunĂ€chst verliehen fĂŒr Werke literarischen Ranges, die das Bewusstsein der Deutschen von der Einheit ihrer nationalen Kultur wach hielten, die Gemeinsamkeit der Sprache und der kulturellen Ăberlieferung pflegten oder der Idee der Wiedervereinigung der getrennten Teile Deutschlands in Friede und Freiheit dienten. 1992 wurde der Preis modifiziert und erweitert. Ausgezeichnet werden mit ihm Persönlichkeiten aus bildender Kunst, Literatur, Wissenschaft oder Politik, deren Wirken in hohem MaĂ bestimmt ist von unabhĂ€ngigem Denken und mutigem Handeln, verbunden mit einem uneingeschrĂ€nkten Wirken fĂŒr jene unverĂ€uĂerlichen humanen, emanzipatorischen und freiheitlichen GrundsĂ€tze, die sich aus der europĂ€ischen Geschichte herleiten, die Ideale der HumanitĂ€t und VölkerverstĂ€ndigung als Werte der historisch-kulturellen IdentitĂ€t der europĂ€ischen Gesellschaften zu fördern. Die bisherigen PreistrĂ€ger sind Friedrich Luft, Marcel Reich-Ranicki, Siegfried Unseld, Herta MĂŒller, Martin Walser, Adolf Muschg, Alexander Kluge, Ignatz Bubis, Frantisek Cerny, Orhan Pamuk und Hanna Krall.
Der DarmstĂ€dter Jury fĂŒr den Ricarda-Huch-Preis 2011 gehörten an: OberbĂŒrgermeister a. D. Walter Hoffmann, die Stadtverordneten Hildegard Förster-Heldmann und Irene Jost-Göckel, die Literaturkritiker Felicitas von Lovenberg und Richard KĂ€mmerlings sowie die Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner und Brigitte Zypries. (Kulturamt Darmstadt)
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Montag, 03. Oktober 2011
Beginn: 11:00 Uhr
Einlass: 10:00 Uhr
Saal teilbestuhlt, freie Platzwahl
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Wissenschaftsstadt Darmstadt
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