Marc Sinan: An Sylvius - ABGESAGT
Marc Sinan: Ein lebendiges, tiefes Erlebnis barocker Musik
'Alle Musik kommt von uns Menschen und ist deshalb nur eines: ein Abbild, eine Spiegelung des Lebens. Wenn ich also aus dem freien Spiel, geleitet ausschließlich von spontaner Intuition, in barocke Sätze münde, befruchten sich das Heutige und der historische Text gegenseitig. Das ist mein Wagnis und meine Hoffnung.' So beschreibt der Gitarrist Marc Sinan sein Projekt 'An Sylvius', mit dem er am Donnerstag, dem 2. Februar, erstmals in der Centralstation zu Gast ist.
Die Anrede 'An Sylvius' gilt dem Lautenisten und Komponisten Sylvius Leopold Weiss, der mehr als 600 Werke für die Sololaute geschrieben hat. Weiss, 1687 im polnischen Grottkau geboren, war einer der letzten großen und technisch herausragenden Lautenvirtuosen, der von seinen Zeitgenossen besonders wegen seiner Improvisationskunst geschätzt wurde. Zu seinen Bewunderern gehörte auch Johann Sebastian Bach, der vermutlich alle seine Lautenwerke für Weiss komponierte. 'Mit 'An Sylvius' versuche ich ausdrücklich keine historische Rekonstruktion der Weissschen Kunst', erklärt Marc Sinan. Vielmehr gehe es ihm um eine hermeneutische Betrachtungsweise, ein lebendiges, tiefes Erlebnis barocker Musik, die durch freie zeitgenössische Improvisation an unmittelbarer Kraft und Sinnlichkeit gewinnen soll. Aus den Musiken von Weiss, Bach und weiteren Barockkomponisten sowie eigenen Improvisationen gestaltet Sinan Suiten auf der Gitarre, die sich in immer neuen Konstellationen zusammensetzen.
Der Gitarrist Marc Sinan, 1976 in Bayern als Sohn einer türkisch-armenischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren, ist seit seiner frühesten Jugend auf internationalen Konzertbühnen zu Gast. Er studierte unter anderem bei Eliot Fisk und Joaquin Clerch am Mozarteum in Salzburg und am England Conservatory in Boston. Neben Solokonzerten und Kammermusik-Projekten mit renommierten Partnern wie Julia Hülsmann, Jörg Widmann, Burhan Öcal oder dem Rodin Quartett spielte der Mittdreißiger als Solist mit namhaften Orchestern wie etwa dem Royal Philharmonic Orchestra. 2011 hat er darüber hinaus die Filmmusik zu dem Kinofilm 'Cinem Jenin' von Markus Vetter geschrieben, der den Wiederaufbau eines Kinos im Westjordanland dokumentiert. (RED)
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Donnerstag, 02. Februar 2012
Beginn: 19:30 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr
Saal bestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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