Fehlfarben
Fehlfarben: Zeit für Glücksmaschinen
Als es darum ging, ein Konzert zu finden, das sich thematisch mit der in der Kunsthalle stattfindenden Ausstellung 'Schlachtpunk. Malerei der Achtziger Jahre' verbinden lässt, war man sich unter den Programmgestaltern der Centralstation schnell einig: Ein Konzert mit der Band Fehlfarben muss es sein. Ihr 1980 erschienenes Debütalbum 'Monarchie und Alltag' ist eindeutig geprägt von der Punk-Vergangenheit der damaligen Bandmitglieder und hat die deutsche Musikszene beeinflusst wie kaum ein anderes. Für viele ist es immer noch das beste in Deutschland herausgebrachte Rockalbum überhaupt. Im Jahr 2000 erhielt die Band die Goldene Schallplatte für 'Monarchie und Alltag' - mit 250.000 verkauften Exemplaren seit Erscheinen.
2003 waren Fehlfarben schon einmal in der Centralstation zu Gast, als sie mit 'Knietief im Dispo' ihr zweites Comeback starteten. 'Wie könnt ihr es wagen?! Ihr seid Legende! Ihr dürft nie wieder veröffentlichen!', schilderte Sänger und Texter Peter Hein damals die Reaktion auf die Pläne zu einem neuen Album. Doch alle Unkenrufer sollten eines Besseren belehrt werden. 'Knietief im Dispo'[...] beweist eben, dass die Band mehr als Archiv-Wert hat und es sich auch unabhängig von ihrer Vergangenheit lohnt, mit ihren Songs Zeit zu verbringen', schrieb damals Sandra Brosi von der Zeitschrift intro. Und mit dieser Meinung stand sie nicht allein: Presse wie Publikum feierten begeistert den Neuanfang.
Dass es sich immer noch lohnt, Zeit mit ihren Songs zu verbringen, beweist auch das aktuelle Album 'Glücksmaschinen' der sechsköpfigen Truppe. 'So viel Kraft und Klarheit wünscht man jeder jungen Band', so der Hamburger Autor und Clubbetreiber Tino Hanekamp. 'Und dass die Düsseldorfer dreißig Jahre nach 'Monarchie und Alltag' so ein Meisterwerk aus dem Ärmel schütteln, ist die schönste Überraschung seit, ach, keine Ahnung.'
Unterstützt werden die Fehlfarben von der Rockformation Diskokugel. Seit Jahren verbindet beide Bands eine innige Freundschaft. Die Wurzeln im Rhein-Main-Gebiet, sorgt die 'Rockfo', bestehend aus dem Darmstädter Mathias Hill, Magnus Schmerfeld, Stefan Noll und Matthias Müller, seit Ende der Neunziger für Furore. 'Eine der besten deutschsprachigen Popbands', schreibt die Intro und Linus Volkmann setzt noch einen obendrauf: 'Diese vier Unterhemden schaffen mich. Es bockt voll!'
Besetzung: Peter Hein (voc), Michael Kemner (b), Frank Fenstermacher (kb, g, perc), Uwe Jahnke (g), Saskia von Klitzing (dr), Pyrolator (p, synth, Laptop)
Tipp: Mit dem Konzertticket für Fehlfarben kann man jederzeit auch die Ausstellung in der Kunsthalle 'Schlachtpunk. Malerei der Achtziger Jahre' besuchen.
Schlachtpunk.
Malerei der Achtziger Jahre
Eine Kooperation des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und der Kunsthalle Darmstadt
Präsentiert werden Werke aus der ¾Sammlung Tiefe Blicke— unter anderem von Peter Angermann, Elvira Bach, Walter Dahn, Georg Dokoupil, Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Albert Oehlen und Volker Tanntert.
31. Januar bis 29. April 2012
Öffnungszeiten Kunsthalle: Di Fr 11 bis 18 Uhr; Sa, So und Feiertage 11 bis 17 Uhr (an den Osterfeiertagen geschlossen)
Weitere Informationen unter www.hlmd.de, www.kunsthalledarmstadt.de
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Freitag, 27. April 2012
Beginn: 20:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation in Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum DA und der Kunsthalle DA.
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