Wanderkino: Laster der Nacht
Laster der Nacht: Kino mal ganz anders
Seit nunmehr dreizehn Jahren fahren Tobias Rank und Gunthard Stephan mit ihrem knallroten Magirus Deutz durch die Lande, um Cineasten ein Alternativprogramm zum Hollywood-Hochglanz-Kino zu präsentieren. Slapstick-Komödien, Monumentalfilme oder auch Streifen aus der Independent- und Avantgarde-Szene der Stummfilm-Ära zeigen die beiden Leipziger Künstler mit ihrem Open-Air-Wanderkino "Laster der Nacht". Die Leinwand wird am ehemaligen Feuerwehrauto befestigt, der Projektor aufgebaut, Klavier und Geige ausgepackt: Film ab für ein Kino-Erlebnis der besonderen Art!
Auf Einladung der Centralstation und der CITY CARREE Werbegemeinschaft kommt der "Laster der Nacht" bereits zum dritten Mal ins sommerliche Darmstadt und bringt von Montag, dem 27., bis Mittwoch, dem 29. August, sein mobiles Kino auf der Carree-Piazza zum Einsatz. Gezeigt werden Stummfilme von Kinogrößen wie Buster Keaton, Charlie Chaplin, Germaine Dulac, Wsewolod Pudowkin und Fritz Lang - alle mit musikalischer Live-Begleitung durch Gunthard Stephan an der Violine und Tobias Rank am Piano. (SAM)
Zu den Filmen:
Die Vogelscheuche, R: Buster Keaton, USA 1920, 22 min.
Um die Hand seiner Angebeteten zu gewinnen, muss Buster allerhand Hindernisse überwinden. Sein Freund, der dasselbe Mädchen liebt, ihr Vater und sogar ein Hund stehen ihm dabei im Wege. Aus einer atemberaubenden Verfolgungsjagd, auf deren Höhepunkt er sich als Vogelscheuche tarnen muss, geht Buster schließlich als klarer Sieger hervor.
Das Lächeln der Madame Beudet, R: Germaine Dulac, F 1922, 30 min.
Germaine Dulac hat mit "Das Lächeln der Madame Beudet" einen der ersten feministischen Filme der Filmgeschichte geschaffen. Die Geschichte ist subjektiv aus der Perspektive der introvertierten Madame Beudet erzählt - in ruhig komponierten Bildern, beobachtend und immer auf der Suche nach sprechenden Details im Alltag der Protagonistin. Der Film changiert zwischen Traum und Wirklichkeit, Vision und Erinnerung, Melodram und Sozialkritik. Entstanden ist ein kleines Meisterwerk, das sehr modern und zeitlos wirkt.
Easy Street, R: Charlie Chaplin, USA 1917, 19. min
Der Kurzfilm "Easy Street" gilt als eines der frühen Meisterwerke Charlie Chaplins. Chaplin in seiner Paraderolle als The Tramp vollzieht in der Easy Street - die in einem heruntergekommenen Arbeiterviertel liegt, in dem Gewalt die Straßen regiert - verschiedene Rollenwechsel: Erst ist er der "bad guy", dann bekämpft er die Bösen als Polizist, um dann wieder... Schließlich siegt aber doch - das Gute! Eine komische Parodie auf die viktorianischen Besserungs-Melodramen.
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Montag, 27. August 2012
Beginn: 21:00 Uhr
Saal teilbestuhlt, freie Platzwahl
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Centralstation Kultur GmbH * Im Carree * 64283 Darmstadt
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