Wissenschaftstag - Energie für die Zukunft
Wissenschaftstag: Herausforderungen eines weitreichenden Energietransports
Im Rahmen der Reihe "Wissenschaftstag - Energie für die Zukunft" zeigt Prof. Dr.-Ing. Jutta Hanson am Montag, dem 26. November, in der Centralstation die technischen Herausforderungen einer neuartigen Energieerzeugung aus regenerativen Energien - Onshore und Offshore, zentral und dezentral - auf. Vorhandene und neue Technologien zur Leistungsübertragung werden vorgestellt, offene Fragestellungen wie der Einsatz von Hochspannungsgleichstromübertragungen (HGÜ) diskutiert.
Die Energiewende sieht den Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 und einen 35-prozentigen Anteil der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien vor. Dieser verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien bedeutet für die elektrische Energieversorgung einen drastischen Wandel. Das altbewährte Prinzip der Energieversorgung aus verbrauchernahen, zentralen Kraftwerken weicht zunehmend der Einspeisung volatiler Erzeugung, also regenerativer Energien wie Photovoltaik und Windkraft, welche sowohl zentral in die Höchst- und Hochspannung als auch dezentral in die Mittel- und Niederspannungsnetze einspeisen. Für die Energieversorgung Deutschlands wird ein verstärkter Leistungstransit von Norden nach Süden erwartet.
Dieser weitreichende Energietransport kann vom derzeitigen Höchstspannungsnetz nicht geleistet werden. Eine umfassende Netzverstärkung wird gefordert und findet sich im jüngsten Netzentwicklungsplan wieder. Neben Netzverstärkungsmaßnahmen ist aber auch vielfach ein Overlay-Netz im Gespräch, welches für die Übertragung hoher Leistungen über weite Strecken geeignet ist.
Jutta Hanson ist Leiterin des Fachgebietes "Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien" an der Technischen Universität Darmstadt. Sie war an zahlreichen Projekten wie beispielsweise den dena-Studien zur Integration der geplanten Windenergie in das deutsche Übertragungsnetz unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit sowie an den Studien zum Netzanschluss des ersten deutschen Offshore-Windparks mit Hilfe einer HGÜ und der ETG-Taskforce "Infrastruktur" zur Kombination von energiewirtschaftlichen mit infrastrukturellen Projekten beteiligt.
Die Wissenschaftstage zum Thema "Energie für die Zukunft" entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt (h_da) und dem NATURpur Institut für Klima- und Umweltschutz, die sich bereits seit acht Jahren gemeinsam diesem Thema in Vortragsreihen widmen. In diesem Jahr kooperieren sie zudem mit der Themengruppe Klimaschutz der Lokalen Agenda 21. Unterstützt werden die Wissenschaftstage "Energie für die Zukunft" außerdem von der Wissenschaftsstadt Darmstadt. (RED)
Weitere Veranstaltungen in der Reihe:
Montag, 17. Dezember 2012
Intelligente Energieversorgung der Zukunft am Praxisbeispiel des EU-Projekts "Web2Energy"
mit Dipl.-Ing. Bernhard Fenn
Montag, 28. Januar 2013
Transformation der Energiesysteme - Power-to-gas
mit Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner
Montag, 4. Februar 2013
Der ökologische Fußabdruck - Wie viel Raum braucht mein Lebensstil?
mit Dipl.-Ing. (FH) Martin Huth
Alle Veranstaltungen finden in der Centralstation statt und beginnen um 19 Uhr, weitere Veranstaltungen in Planung.
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Montag, 26. November 2012
Beginn: 19:00 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr
Halle unbestuhlt
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Hochschule Darmstadt und NATURpur Institut in Kooperation mit d. Centralstation und d. Stadt Darmstadt
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