Wissenschaftstag - Energie fĂĽr die Zukunft: Umweltaspekte
Wissenschaftstag – Energie für die Zukunft: Fracking auf dem Prüfstand
Die Förderung von unkonventionellem Erdgas ĂĽber „hydraulic fracturing“ (kurz: Fracking) ist ein Verfahren, bei dem Erdgas-Vorräte gefördert werden, die mit herkömmlichen Fördermethoden nicht gewonnen werden können. Mittels Hochdruckverpressung eines Gemischs aus Wasser, Sand und Chemikalien ist es möglich, das eingelagerte Methan aus dem 1.500 bis 5.000 Meter tief liegenden Schiefergestein herauszulösen und zu fördern.Â
Je nachdem, welche Chemikalien beim Fracking eingesetzt werden, welche Techniken bei der Bohrung und Erfassung sowie Behandlung des Frack-Wassers zur Anwendung kommen und welche hydrogeologischen Verhältnisse am Förderort bestehen, kann Fracking erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Klima zeigen.Â
Verschiedene Studien in den USA und fĂĽr die Europäische Union beschäftigen sich mit den Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Fracking. In Deutschland wurden hierzu erste Studien vom Umweltbundesamt und dem Land Nordrhein-Westfalen publiziert. Im Rahmen des von ExxonMobil initiierten „InfoDialog Fracking“ wurden unabhängige und kritische Untersuchungen von Fracking-Vorhaben des Unternehmens ExxonMobil an mehreren Standorten in Norddeutschland durchgefĂĽhrt.Â
Auch das Internationale Institut fĂĽr Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) aus Darmstadt hat 2012 fĂĽr den Neutralen Expertenkreis des „InfoDialogs“ ein erstes Kurzgutachten zu Energie- und Klimabilanzen fĂĽr Schiefergas in Deutschland erstellt. Derzeit fĂĽhrt IINAS im Rahmen einer neuen Studie fĂĽr das Umweltbundesamt die Analysen fort.Â
In seinem Vortag der Reihe „Wissenschaftstag – Energie für die Zukunft“ am Montag, dem 9. Dezember, in der Centralstation präsentiert Uwe R. Fritsche Ergebnisse der Studien und diskutiert diese im Vergleich zu internationalen Studienergebnissen.
Fritsche studierte Angewandte Physik an der TU Darmstadt und arbeitete seit 1984 als Wissenschaftler am Öko-Institut in Darmstadt. Anfang 2012 gründete er zusammen mit anderen Wissenschaftlern IINAS und ist dort seit April 2012 als Wissenschaftlicher Leiter tätig.
Die Wissenschaftstage zum Thema „Energie für die Zukunft“ entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt (h_da) und dem NATURpur Institut für Klima- und Umweltschutz, die sich bereits seit neun Jahren gemeinsam diesem Thema in Vortragsreihen widmen. Unterstützt werden die Wissenschaftstage „Energie für die Zukunft“ von der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Weitere Vorträge der Reihe:
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Montag, 11. November 2013
Elektromobilität – Überblick über eine neue Mobilität mit Potenzial
Mit Dr. Chalid el Dsoki, Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Darmstadt
Montag, 13. Januar 2014
Wirtschaftliche Herausforderungen fĂĽr die Energiewirtschaft und Kommunen in Folge der Energiewende
Mit Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, Vorstandsvorsitzende der HEAG SĂĽdhessischen Energie AG, Darmstadt
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Montag, 20. Januar 2014
Teilchen und Energie – Von Ionenbeschleunigern, Antimaterie und dem Higgs-Boson
Mit Prof. Dr. Horst Stöcker, Wissenschaftlicher GeschäftsfĂĽhrer der GSI Helmholtzzentrum fĂĽr Schwerionenforschung GmbH, DarmstadtÂ
Montag, 27. Januar 2014
Energieeinsparung: Der blinde Fleck der Energiewende – Kleine Geschichte der Dämmstoffe
Mit Werner Eicke-Hennig, Hessische Energiespar-Aktion, Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU), Darmstadt
Alle Veranstaltungen finden in der Regel in der Halle der Centralstation statt und beginnen um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Moderation: Prof. Dr. Lothar Petry, Hochschule Darmstadt (h_da)
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Montag, 09. Dezember 2013
Beginn: 19:00 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr
Halle teilbestuhlt, freie Platzwahl
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Hochschule Darmstadt und NATURpur Institut in Kooperation mit d. Centralstation und d. Stadt Darmstadt
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