
Der 11. September 1944 - Zerstörung und Wiederaufbau
11. September 1944: Kurz vor Mitternacht bombardierten rund 220 englische Lancaster-Bomber die damalige hessische Landeshauptstadt Darmstadt. 80 Prozent der Alt- und Kernstadt wurden zerstört, 12.300 Menschen starben, 70.000 wurden obdachlos.
Am 11. September 2014 jährt sich die Darmstädter Brandnacht zum 70. Mal. Zum Gedenken daran veranstalten die Kulturfreunde Centralstation e.V. in Kooperation mit gropperfilm drei Thementage und einen Filmabend unter dem Motto „Der 11. September 1944 – Zerstörung und Wiederaufbau“. Als Zeitzeugen werden neben Harold Nash, einem mittlerweile 92-jährigen ehemaligen Bomber-Navigator der Royal Air Force und heutigem Kriegsgegner, auch die Darmstädter Fritz Deppert und Peter Schmidt anwesend sein.
Dank der freundlichen Unterstützung durch die Sparkasse Darmstadt ist der Eintritt frei. Die Veranstaltungen vom 9. bis 11. September beginnen jeweils um 9.30 Uhr und richten sich speziell an Schüler und Schulklassen ab dem 9. Schuljahr. Der Film „Brandmale“ von Jutta und Christian Gropper, der am 60. Jahrestag der Brandnacht in der Centralstation seine Uraufführung hatte, bringt die Zuschauer zurück zu dem Tag, an dem die Bomben fielen. Drei Jahre lang recherchierten die beiden Darmstädter Filmemacher und befragten mehr als hundert Zeitzeugen zu ihren Erlebnissen vor, während und nach der Brandnacht. „Es geht nicht darum, von vielen Seiten die Berichte zu hören, wie die verkohlten und verkrüppelten Leichen am Straßenrand ausgesehen haben“, so Jutta Gropper im Darmstädter Echo. Es gehe um die Frage von Schuld und Verantwortung, um den Bombenhagel in der Seele, um den Umgang mit den grausamen Erinnerungen und deren Verarbeitung. Und es gehe um die Stadt: nicht nur um die bauliche Zerstörung, sondern auch um die Verluste in der städtischen Atmosphäre.
Der Film „Running with Mum – Der Weg meiner Mutter“ des englischen Regisseurs Martin Greaves ergänzt das Bild der Brandnacht. Greaves schildert die Erlebnisse seiner Mutter, die als junges Mädchen nur knapp den Brandbomben der Alliierten entkam, wenige Jahre später einen Engländer heiratete und seitdem in Großbritannien lebt. Gemeinsam mit seiner „Mum“ geht er den Weg ab, auf dem sie in der Brandnacht floh und redet erstmals mit ihr über ihre Erinnerungen und die Schuldfrage. Ein bewegendes, sehr persönliches Dokument Darmstädter Stadtgeschichte.
Zum Abschluss haben die Schüler die Möglichkeit, sich in einer Gesprächsrunde mit den Zeitzeugen auszutauschen und ihnen Fragen zu stellen.
Am Donnerstag, dem 11. September, findet um 20 Uhr zudem ein öffentlicher Filmabend im Saal der Centralstation statt. Zu sehen sind die lange Version von „Brandmale“ sowie „Running with Mum – Der Weg meiner Mutter“.Â
Zeitplan
9.30 Uhr „Brandmale“ (45-Minuten-Version)
10.30 Uhr „Running with Mum – Der Weg meiner Mutter“ (53 Minuten)
11.30 Uhr Gesprächsrunde mit Zeitzeugen
12.30 Uhr Voraussichtliches Ende der Veranstaltung
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Ă–ffentlicher Filmabend am Donnerstag, dem 11. September:
20.00 Uhr „Brandmale“ (lange Version)
21.45 Uhr „Running with Mum – Der Weg meiner Mutter“ (53 Minuten)
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Anmeldungen für Schulklassen (ab 9. Klasse) sind ab sofort unter Tel. 06151-7806-900 möglich.
Dienstag, 09. September 2014
Beginn: 09:30 Uhr
Einlass: 09:00 Uhr
Saal bestuhlt, freie Platzwahl
Alle Eintrittspreise sind Endpreise. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Preisangaben.
Verantwortlicher Veranstalter:
Kulturfreunde Centralstation e.V. - Platz der Deutschen Einheit 21 - 64293 Darmstadt
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