
âHuch, ein Buch!â 2026: Gemeinsame Sache
âGemeinsame Sache!â lautete das Motto des diesjĂ€hrigen Jugend- und Kinderliteraturfestivals âHuch, ein Buch!â, das 2026 sein 15. JubilĂ€um feierte.
Gemeinsame Sache machten die Kuratorinnen Meike Heinigk (Centralstation) und Ilona Einwohlt (Autorin) unter anderem mit der World Design Capital, 12 Autor*innen und rund 1.800 SchĂŒler*innen. Dabei ist ihnen erneut etwas AuĂergewöhnliches gelungen: Autor*innen, die nicht einfach nur lesen, sondern echte Buchbegegnungen schaffen.
Bereits am ersten Festivaltag zog Isabel Abedi die Kinder bei der Eröffnungslesung in den Bann: Aufmerksam lauschten die SchĂŒler*innen der 4. und 5. Klassen der Geschichte um Mi und ihre Freund*innen â und zeigten dabei im GesprĂ€ch mit der Autorin ein erstaunliches Wissen ĂŒber Kinderrechte. Frauke Angel verkörperte ihr gesamtes Figurenensemble allein auf der BĂŒhne, temporeich, pointiert und urkomisch.
Die fĂŒr den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte Autorin Anna Maria PraĂler erzĂ€hlte schwere Themen mit solcher Leichtigkeit, dass Kinder danach Fragen stellten, die die Erwachsene sprachlos machten.
âEs war alles toll“, lautete das Fazit vieler Kinder. Doch das greift zu kurz. Die Lesungen bei Huch, ein Buch! wecken Lesefreude und Begeisterung fĂŒr Literatur. Viele Kinder und Jugendliche waren mit ihren LehrkrĂ€ften zum wiederholten Mal dabei.
Darmstadt liest â und das gemeinsam. Vom Helia Kino ĂŒber das Deutsche Polen-Institut, den Ernst-Ludwig-Saal, das Jazzinstitut und das Literaturhaus Darmstadt bis hin zum Nachbarschaftsheim im Prinz-Emil-Garten, zur Scheune der Familie GĂ€rtner in Brandau, zum Staatstheater Darmstadt, zur Stadtbibliothek und zum Theater im PĂ€dagog zeigte das Festival: Literatur gehört allen.
Der vom Staatstheater Darmstadt und der Centralstation ausgelobte Schreibwettbewerb âSchreib dich auf die BĂŒhneâ verzeichnete in diesem Jahr eine Rekordteilnahme. Mehr als 40 Texte wurden eingereicht, darunter die Arbeiten einer Schulklasse aus GroĂ-Zimmern. In der Kategorie Lyrik gewann die Jungautorin Hanna Hergenröther mit ihrem Beitrag âDie andere Seite des Bildschirmsâ, in der Kategorie Prosa Elisabeth Missalek mit ihrem Text âErnst des Lebensâ. Im Rahmen der Preisverleihung trugen Aleksandra Kienitz und Thorsten Loeb vom Ensemble des Staatstheaters ausgewĂ€hlte Wettbewerbstexte vor.
In der Stadtbibliothek gab es wie immer alle FestivalbĂŒcher zum Stöbern und selbstverstĂ€ndlich auch das Samstagsvorlesen.
Ebenfalls Teil des Festivals war die PrĂ€sentation des vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderten KUNSTVOLL-Projekts der Herderschule. Begleitet von der Illustratorin und Kunstvermittlerin Ka Schmitz beschĂ€ftigten sich die SchĂŒler*innen ĂŒber das gesamte Schuljahr hinweg mit dem Kinderroman âTimm Thalerâ. Inspiriert von der Geschichte entwickelten die Kinder eigene Lachfiguren-Bilder, die im Rahmen des Festivals gezeigt wurden.



















